Konfirmation am Pfingstsonntag

Pfingsten – die große Veränderung:

Das Vorher kennen wir nur zu gut: Die Angst, die Lähmung. Klimaveränderung, Kriege und Krisen, gewaltbereite Rechtspopulisten, Krankheiten und Ungerechtigkeiten umgeben uns und lähmen uns. Und dann ist auch noch das Abschneiden beim Eurovision Song Contest…

Das Hinterher kennen wir auch, nach dem Brausen des Geistes: Dass Menschen sich füreinander interessieren, zusammenhalten, sich helfen. Dass Menschen aufstehen und für die Rechte anderer den Mund aufmachen. Dass Menschen plötzlich Mut haben und Liebe fühlen. Dass Gemeinschaft entsteht. Seht Euch doch einmal um: Das, wonach wir uns so sehr sehnen, ist doch im Gange. Es ist noch nicht vollendet, aber wir sind auf dem Weg. Aus dem Dutzend ängstlicher Jünger ist eine weltweite Gemeinschaft von Christen geworden. Alte Feindschaften können überwunden werden, verkrustete Strukturen brechen auf, wo der Geist weht.

Und genau das feiern wir heute. Wir feiern, dass jede und jeder von Euch ein einmaliger, besonderer Mensch ist, von Gott geliebt.

Wir feiern, dass Gott uns seinen Heiligen Geist schenkt, den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Dieser Geist ermöglicht uns im Vertrauen auf Gottes Liebe zu leben. Frei und ohne Angst.
Der Geist Gottes verbindet uns und wir erleben, dass wir zusammengehören, so vielfältig und unterschiedlich wir sind.

Gottes Geist schenkt uns Mut zu neuen Wegen und die Gewissheit, dass Gott mit uns geht und wir ihm vertrauen können. So gibt uns Gott die Aufgabe in dieser Welt, dass wir seine Liebe weitertragen sollen, dass wir für Gerechtigkeit und Frieden, für Hoffnung und Bewahrung der Schöpfung eintreten.

Wie der Geist genau wirkt, das werden wir nicht definieren und erklären können. Müssen wir aber auch nicht. Gottes Geist ist da und verändert uns.